Stellen wir uns eine Zelle vor, die diese fünf Regeln schrittweise nicht mehr beachtet – dann haben wir die Entstehung einer Krebszelle beschrieben. Sie arbeitet nicht mehr an den gemeinsamen Aufgaben ihres Organs mit. Irgendwann beginnt sie, sich zu teilen, und ihre Tochterzellen haben dieselben Eigenschaften: aus einer Zelle werden zwei, vier, acht, sechzehn – immer schneller.
Diese Zellen brauchen Platz. Sie verdrängen ihre Nachbarn, greifen sie an, vernichten sie. Eigentlich müsste jetzt der Reparaturmechanismus greifen oder das Selbstzerstörungsprogramm anspringen. Geschieht beides nicht, wächst der Zellherd weiter – es entsteht ein bösartiger Tumor.
Verletzen einzelne dieser Zellen zusätzlich die fünfte Regel, bleiben also nicht am Ort, sondern wandern mit Lymphe oder Blut in andere Körperregionen und teilen sich dort weiter, entstehen Metastasen.